Spielfilm

Serie

11.06.2020 UM 18:30 Uhr im SWR FERNSEHEN

Der Sommer beschert eine reiche Pracht an Früchten, Gemüsen und frischen Lebensmitteln wie auf dem Uracher Wochenmarkt. Doch die Wärme, die all das prima gedeihen lässt, sorgt auch dafür, dass es verdirbt. Da heißt es schnell und kreativ sein, sonst welkt der Salat, schimmeln die Erdbeeren und wird die Milch sauer. Heute können Menschen kühlen, einfrieren oder pasteurisieren. Früher stand das Haltbarmachen oder die schnelle Resteverwertung im Vordergrund. Obst und Gemüse wurden eingekocht und zu Marmelade, Gelee und Sirup verarbeitet, Milch ließ man stehen – so entstand Dick- oder Sauermilch. Und aus Wurstresten machte man Wurstsalat. Der Film stellt Menschen und Betriebe vor, die nichts verderben lassen wollen, die möglichst alles verwerten und sich moderne Resterezepte einfallen lassen: Die Familie Henzler vom Rammerthof in Nürtingen verkauft nicht nur ihre Erdbeeren, sondern stellt daraus Marmelade und Muffins her. Auf dem Birkenhof in Bodelshausen erzeugt die Familie Schäfer mit vier weiteren Bauernfamilien nichthomogenisierte, traditionelle „TüBio“-Frischmilch, die in heißen Sommern ein besonders empfindliches Produkt ist. Patience Läsker betreibt mit p.events event & catering oHG in Stuttgart einen Partyservice. Wie man nach einem Sommerfest aus Übriggebliebenem pfiffige neue Gerichte zaubert, das weiß die Fachfrau genau. Und die Metzgerei Wurz aus Metzingen nutzt übrig gebliebene Brötchen für die Maultaschenherstellung. Maultaschen eigenen sich wiederum für einen erfrischenden Salat. Dass auch nach sommerlichen Grillabenden zu viel gekaufte Würstle nicht verkommen müssen, dafür sorgt Tobias Walker von der Weber Grillacademy in der Alten Färberei in Reutlingen. Er verarbeitet die Reste am nächsten Tag zu neuen Gerichten wie einem schmackhaften Wurstkuchen. Allen gemeinsam ist, dass sie keine Lebensmittel wegwerfen wollen.

Die „Sommerliche Restlesküche“ ist eine Produktion der Schwabenlandfilm GmbH aus Dettingen an der Erms im Auftrag des SWR Fernsehen und schließt die erfolgreiche, vierteilige Reihe ab. Die ersten drei Folgen sahen durchschnittlich 248.000 Zuschauer mit 9,7% MA (SWR-Senderschnitt liegt bei 7,1%). Gedreht wurde im Juli 2019 in Bad Urach, Metzingen, Nürtingen, Reutlingen, Bodelshausen und Stuttgart.

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